Verzeih mir, mein König . . . 

ich bin auf der Vielleicht - Suche                       nach einem Reim...



 

 

26.12.2014

 

SINNESVERKERTHEIT  (ein fertiges Entwurf) 

 

Vortrefflich wusste ich schon immer,

dass Du mich nicht verstehst, verstehen kannst.  

Nicht, weil Du das nicht wollen könntest,

nein,  

obwohl auch dieses einfach so,  

und unbequem zu behaupten mehr als vage ist und wäre. 

Doch, wen könnte weiland dieses wirklich stören?

 

Es gibt hier niemanden zum verstören.

Den wundersam blauen Himmel,  

der zu verlanden droht vielleicht,  

der durch die unsichtbaren Schleierwolken seine Schüchternheit frivol vor wem, oder was versteckt?   

Den gibt es wirklich!

 

Ach, Du verstehst mich nicht. 

 




Dieser Sommermorgen 


Es ist der 9. August, 1935,   

an einem Freitag,  

verleitet mich dazu zu schmachten: mein Leben, sei schön!

Auch wenn ich dich manchmal nicht leben will,  

wollen würde und ich vor Sehnsucht nach ihm  

und der Liebe  besser dahinwelken will! 

 

Vorzugsweise ist es sein Duft,  

dass mich noch hält, das Lichtspiel in den Sommergräsern, mein Wille.  

Es ist mein Wille und es ist mir mein Wind! 

Mein Wankelmut.  

 

Ganz subtil  wusste ich schon zu der Steingezeiten,  

dass Du mich nicht verstehen wirst.

Du bist traumlos vornehm, nahezu gewitzt zartfühlend.

 

Weißt Du was, ich fürchte mich vor gar nichts mehr.

Ich fürchte mich nicht vor Dir.

Ich fürchte mich nur vor Deiner Liebe.

...

Schamlos passiert jetzt eine silhouettenvolle Regenbogenzeit,

und alles bleibt und wird zu einem neuen Traum...bedingungslos an meiner Seite.

 

Sonja Salih 



***


Ein Entwurf zur Asche 


Ich sehe die Zeit. 

Ich sehe und spüre und höre sie in mannigfachen Farbkontrasten. 

Im Wind kann ich die Zeit er-riechen, 

sie duftet heute besonders verabschiedend und herbstlich. 


Es ist die Zeit zwischen dem was vergangen ist 

und dem was gerade ist, die ich annehme. 


Und die Zukunft ist nah, obwohl nicht wesentlich für jetzt. 

Also nicht für den Wind 

und auch nicht für seine Farbnuancen ist sie von Bedeutung, jetzt. 


Asche zu was? 

Zeit zu was? 

Leben zu was? 

Ich hinterlasse eine Spur. Damit du mich nicht schneller finden wirst. 


Und suche mich auch nicht, 

versuche nicht einmal zu erahnen wo ich bin, oder gar wer ich war – du wirst dich nämlich stetig irren. 

Passiere an mir vorbei, als gäbe es kein – zu was –. 

Mach´s also gut! 

Alsbald sehen wir uns auf der anderen Windseite.


18.09.2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

Venedig, Sonja Salih